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VEGANER FLEESCHWORSCHT – DUNNERSCHDAACH

Frauke Klotzbach-Pimpelhuber, über die hier bereits berichtet wurde (BÜRGERBEGEHREN GEGEN DEN HUNGRIGEN WOLF – Kreuznachtillion vom 25.7.17), hat ein neues Hassthema: den Fleeschworscht-Dunnerschdaach, die inoffizielle Jahrmarktseröffnung.

„Fleisch geht gar nicht“, schimpft sie und hat bereits einen Imbiss dazu überredet, auf Bratwurst zu verzichten. Jedenfalls fast. Die Bratwurst heißt dort künftig „Fleischhaltiger Tofu-Ersatz“ – und kostet deshalb das Doppelte. „Es ist ein Anfang„, freut sich Frauke Klotzbach-Pimpelhuber. Ihr Vorschlag, das Volksfest in Sojahrmarkt umzubenennen, wurde vom zuständigen Ausschuss abgelehnt. Dennoch ist ihr gaaaanz wichtig, aufzuzeigen, dass ein veganer Jahrmarkt möglich ist.

Dazu hat sie eine Führung zusammengestellt zu allen Marktbeschickern, die auf tierische Produkte verzichten. Die Tour beginnt an der Johrmarktsbrick, führt dann direkt ins nächste Toilettenhäuschen und endet dort. Sehr ärgerlich findet Frauke Klotzbach-Pimpelhuber den Verzicht auf Taschenkontrollen. „Da wurden wichtige Chancen für den Tierschutz vergeben. Man hätte die Menschen bei dieser Gelegenheit auffordern können, auf Leder zu verzichten. Eine Stange Dynamit lässt sich problemlos auch in Jute-Beuteln transportieren.“

Ein besonderer Dorn im Auge ist ihr das Festzelt Kehrein, das sie einen Sündenpfuhl des Fleisches nennt. „Es schmeckt dort eindeutig am Besten, das erschwert meinen Kampf für die Tiere. Außerdem wird dort an diesem Donnerstag, dessen Name nicht genannt werden darf, eine fürchterliche Tradition gepflegt. Dort tritt nämlich die Fidele Wespe auf. Das geht gar nicht. Wenn Menschen sich Wespen nennen, widerspricht das allen Prinzipien veganer Lebensführung.“ Dann verdunkelt sich ihr Blick. „Der Wespenauftritt beim Kehrein führt zu einem Höchstmaß an Fröhlichkeit. Selbst die verbittertsten Miesepeter fangen an zu lachen. Das wirft die vegane Bewegung um Jahrzehnte zurück, denn eines unserer wichtigsten Prinzipien ist es, wegen des Fleischverzichts zu leiden.“

Frauke Klotzbach-Pimpelhuber hat sich deshalb entschlossen, den Auftritt der Fidelen Wespe heute Abend zu stören. Sie wird Präsident Thomas Modes öffentlich zu einer Podiumsdiskussion herausfordern. „Gegen Freude und Genuss, Trübsal mit veganem Stuss!“ soll das Motto lauten. Modes sieht dem gelassen entgegen. „Ich verstehe das Problem nicht. Hätte Gott gewollt, dass wir vegan leben, dann hätte er die Tiere doch nicht aus Essen gemacht.“

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