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Kreuznachtillon

Verschwörung

ALPTRAUMTAG DER POLIZEI

Mit dem größten Großaufgebot, das sie noch aufbieten kann, fahndet die Polizei seit den frühen Morgenstunden im ganzen Landkreis. Gleich mehrere anonyme Tippgeber hatten gemeldet, beim Besuch katholischer Frühmessen konspirative Gespräche mitgehört zu haben.

„Uns wurden aus drei verschiedenen Orten im Kreisgebiet gleichlautende Informationen zugespielt, da muss was dran sein“, ist aus Polizeikreisen zu hören. Details werden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt. Korrespondenten des Kreuznachtillon ist es jedoch gelungen, zwei Seniorinnen zu befragen, die heute früh direkt nach dem Kirchgang vorläufig festgenommen und soeben nach intensiven Vernehmungen aus dem Polizeigewahrsam entlassen wurden. Beide schilderten übereinstimmend, sie hätten eigentlich nur des Heiligen St. Florian gedacht, wie dies am 4. Mai eben üblich sei.

Von Brauchtum will man aber bei der Polizei nichts wissen. Das Stoßgebet„Heiliger Sankt Florian, verschon‘ mein Haus, zünd‘ and’re an!“ sei eine nach § 111 StGB strafbare öffentliche Aufforderung zu Straftaten und müsse in Zeiten der Null-Toleranz-Politik eisern verfolgt werden, erläuterte ein Polizeisprecher. Für weitere Auskünfte hatte er keine Zeit. „Die Dienste berichten uns, dass in Internetforen verstärkt das kryptische Kürzel „May the 4th be with you“ zirkuliert. Da bahnt sich möglicherweise eine Verschwörung an. Wir müssen jetzt nicht reden, sondern handeln!“

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