Kreuznachtillon

Der Kreuznachtillon

Im Sommer 2017 war das Wort „Fake-News“ in aller Munde, wahrscheinlich weil Donald Trump gerade wahlkämpfte. Ich meinerseits urlaubte gerade, dabei kam mir die Idee, solche Fake-News satirisch übertrieben bewusst zu lancieren. Kurzerhand gründete ich in einem sozialen Netzwerk die Gruppe „Der Kreuznachtillon“ und legte los.

Das Erdichten von Schlagzeilen bereitete mir soviel Freude, dass ich täglich Scherznachrichten unters Volk streuen konnte. Wichtig war mir dabei ein kommunaler Bezug. Besonders die Bad Kreuznacher Stadtpolitik nahm ich auf die Schippe, denn die macht es jedem Satiriker leicht. Aber auch die „große Politik“ leitete ich um in meine Heimatregion, ließ die NSA vor unserem Landgericht klagen oder Renate Künast im Hunsrück für Transsexuelle kämpfen.

Die Gruppe gewann eine große Anhängerschaft, sogar die Presse berichtete …

Öffentlicher Anzeiger

… und wurde dafür prompt selbst durch den Kakao gezogen.

Für einige Wochen machte ich jeden Tag zum 1. April, dann wurde mir klar, dass diese Frequenz nicht durchzuhalten war. Ich suchte und fand Mitstreiter und bis heute erscheinen noch hin und wieder Kolumnen in „Der Kreuznachtillon“.

Meine eigenen Beiträge habe ich nach und nach auf meine Autoren-Seite überführt. Sie finden sich überwiegend im Blog unter der Kategorie „Kreuznachtillon“.

Der richtig große Coup, also das Veröffentlichen einer Falschmeldung, die überwiegend für wahr gehalten wird, ist mir nie gelungen. Dafür war das Augenzwinkern zwischen den Zeilen doch zu deutlich erkennbar.

Aber ich hatte und habe viel Spaß beim Austüfteln von Fake-News – mein Publikum beim Lesen hoffentlich auch.

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